Depressionen

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DEPRESSIONEN

Was ist eine Depression?

Depression wird vom lateinischen Wort deprimere abgeleitet und heißt so viel wie niedergeschlagen. Eine Depression ist eine affektive Störung, was so viel bedeutet wie, dass sie in der Psyche stattfindet. Sie wird meistens durch eine Vorgeschichte aus der Vergangenheit hervorgerufen wie zum Beispiel ein Trauma oder den Verlust einer wichtigen Person wie die Mutter.

Bei einer Depression gibt es drei verschiedene Arten von Symptomen:

  • Hauptsymptome (man verliert das Interesse an Dingen die früher Spaß gemacht haben, man hat eine depressive Stimmung, man ist Antriebslos)
  • Zusatzsymptome (man kann sich nicht konzentrieren, es mangelt an Selbstwertgefühl sowie Selbstvertrauen, die Schieflaufen, man denkt pessimistisch, Suizidgedanken, Schlafstörungen, keinen Appetit)
  • charakteristische Symptome (man gibt sich die Schuld für Dinge, körperliche schwächen wie Bauchschmerzen oder Kreislaufbeschwerden, Verlust an Libido, keine Gefühle oder zu viel auf einmal und innerliche Unruhe)

Depressionen tauchen eher Phasenweise, also für eine kürzere oder längere Dauer uf, aber nicht durchgehen. Das heißt, eine Person, die eher morgens ihre Depression zeigt, öffnet sich abends eher oder anders herum. Man unterscheidet eine Depression in leichte (zwei Hauptsymptome und zwei Zusatzsymptome), mittelschwere (zwei Hauptsymptome und vier Zusatzsymptome) und schwere Depressionen (alle Hauptsymptome und mehr als vier Zusatzsymptome).

10% der depressiven Menschen sterben, jedoch nicht an einer Depression selbst. 40% davon sterben an Suizid, der Rest an Herzversagen, Kreislaufschwächen, Herzversagen, Schlaganfällen oder Auswirkungen der nebenbei auftauchenden Krankheiten wie Magersucht (also zu großer Gewichtsverlust, Organversagen). Ein anderes Beispiel aber auch Krebs, wenn man durch die Depression mit dem Rauchen anfängt.

Bei einem charakteristischen Symptom wie zum Beispiel die Gefühlslosigkeit, also eine 'Innere Leere' können depressive menschen auch versuchen, diese zu bekämpfen wie zum Beispiel selbstverletzendes oder Umfeldverletzendes Verhalten. Wenn dieses Verhalten zu sehr ausartet, muss die Person sofort in eine Klinik eingewiesen werden.


Historische Eckdaten Psychische Erkrankung sind bereits seit dem Altertum bekannt. Psychische und körperliche Erkrankungen wurden als Ungleichgewicht der vier Körpersäfte (Blut,Schleim, gelbe Galle und schwarze Galle bezeichnet. Gesundheit wurde als Gleichgewicht der vier Säfte definiert . Melancholie wurde durch das Überwiegen der schwarzen Galle erklärt und entspricht der heutigen Depression . Die vier Säftelehre wurde in der griechischen Antike von Hippokrates begründet und von Galen von Pergamon zur Temperamentenlehre weiter entwickelt.Der Begriff Manie ( griechisch :Raserei Wahnsinn ),das Gegenteil der Depression wurde ebenfalls von Hippokrates beschrieben. Symptome der Depression wurde nicht als Krankheit sondern als angeborenes Temperament wahrgenommen ,als Therapie wurde eine spezielle Ernährung und das ablassen der überwiegenden Körpersäfte praktiziert. Im Mittelalter wurde Melancholie im Sinne der Trägheit interpretiert und zu den Todsünden gezählt die von einem Demon verursacht wurden. Als Behandlung geil das Gottes Urteil. Im 17. Jahrhundert beschrieb William Cullen erstmals ein Zusammenhang zwischen Erkrankung der Nerven und Melancholie .Verständnis ,Geduld und Güte Kennzeichneten das erste private Irrenhaus in England mit dem Namen " Non Reteat". Der Beginn der wissenschaftlichen Psychatrie fand am 19. und 20. Jahrhundert statt ,die Ärzte Neuzeit beschrieben dass psychische Phänomen als Erkrankung des Gehirns oder Folgen psychologischer und psychosozialer Ursachen. William Gießiger ist Begründer der deutschen Psychopathologie und bedeutendster deutscher Reform-Psychater. Siegmund Freud entwickelt die Psychoanalyse als Erklärungsansatz und Therapieform für Psychische Störungen später kamen weitere Therapierichtungenwie Verhaltens und Gesprächstherapie hinzu.


Risikogruppen:

Depressiv erkrankt sind 10% der unter 65 jährigen, 6-15% der 70-79 jährigen und 15-22%.

Nach diesen Zahlen, wird es leicht zu verstehen, dass der Anteil depressiv erkranker Menschen mit dem zunehmendem Alter steigt.


Es gibt sehr viele depressive Menschen die sich bei Institutionen befinden. 26-38% der Menschen sind in Alten- und Pflegeheimen, 10-35% der Menschen sind in Algemeinen Krankenhäusern und 20-58% der Menschen befinden sich in Geriatrischen und Gerontopsychaftrischen Einrichtungen.


Jedoch sind nicht nur alte Menschen, die an Depressionen erkrankt sind.

Es gibt auch sehr viele depressive Kinder und Jugendliche, wo Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen gehören und die am meisten unter und bei ihnen bekannt sind.

Eine Depression kann bereits im Kindesalter beginnen und in einem solchen Fall die Psychosoziale Entwicklung erheblich beeinträchtigen, deswegen ist die frühe Erkennung der psychischen Erkrankung besonders wichtig,denn dann ist eine Depression eigentlich gut zu behandeln.

Das Risiko eine Depression zu bekommen steigt bei Jugendlichen im Gegensatz zu Kindern:

  • 1% der Kinder im Vorschulalter
  • 2% der Kinder im Grundschulalter
  • 3-10% der Jugendlichenim Alter zwischen 12-17 Jahren

Die Versorgung für Depressive Menschen ist nicht gut und angemessen. Zum Beispiel 43% von den sind ohne jegliche Hilfe, 69% bekommen keine angemessene Therapie und 38% der diagnostiziert depressiv Erkranken erhalten keine Therapie.


Therapien und Behandlungsmöglichkeiten

Es gibt hier sein der Therapie einer Depression vier Säulen zur Behandlung. Die erste ist die Medikamentöse: Antidepressiva sollen den Serotoninspiegel im Gehirn erhöhen und vor allem Stimmung und Antrieb bessern . Andere Medikamente wie z.B. Benzodiapine und Neuroleptika helfen gegen das Grübeln oder die Ängste und Selbstmordgedanken. Benzodiapine sind für den Notfall gedacht und führen bereits nach kurzer Zeit zur Abhängigkeit. Zweitens Psychotherapie: Besonders hilfreich sind hier die kognitive Verhaltenstherapie und die Gesprächstherapie sowie integrative Psychotherapienverfahren. Drittens Sozio und Milieutherapie: Dazu zählen Ergotherapie, Physiotherapie, Bewegungstherapie, Musiktherapie sowie Entspannungstherapie und das erlernen von lebenspraktischen Fähigkeiten und Bewältigungsstrategien im Umgang mit Problemen. Viertens: besonders hilfreich ist dabei die Berücksichtigung der individuellen Lebensumstände und des Betroffenen und die Einbeziehung der Angehörigen. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind : Die Lichttherapie die für Patienten mit Saisional abhängigen Depression wie zum Beispiel einer Winterdepression hilfreich ist . Die Elektrokrampftherapie die für Patienten mit einer schweren Depression die sich auf die Medikamentöse Behandlung nicht reagieren unter Vollnarkose eingesetzt. Es erfolgt ein durch Strom künstlich erzäugter Krampfanfall . Eine weitere Möglichkeit sind Naturheilmittel wie zum Beispiel Johanniskraut die bei einer leichten Depression helfen können. Außerdem kein Schlafanzug unter kontrollierten Bedingungen in einer Klinik überwacht helfen.


Quellen http://www.depressionen-verstehen.de/depression/symptome/index.jsp http://www.depressionen-verstehen.de/depression/symptome/haupsymptome/index.jsp http://www.depressionen-verstehen.de/depression/arten_affektiver_stoerungen/index.jsp Literaturverzeichnis Abbildung Seite 6/9/11"Depression" Ratgeber für Betroffene und Angehörige/ Servier Deutschland GmbH Abbildung Seite 12/ "Depression im Alter" Martin Hauzinger Abbildung Seite 17/ "Depression verstehen -bei der Bewältigung helfen"/ Pfizer Abbildung Seite 20 Therapieplan einer Depressionsstation/ GerontopsychiatrischeTagesklinik Rodenkirchen der Alexianer